Schauspieler: |
Rosel Zech, Ulrich Wildgruber, Herrmann Lause, Eva
Mattes, Ernst Konarek, Knut Koch, Friedrich-Karl Praetorius, Carola Regnier,
Magdalena Montezuma, Rudolf Voss, Helmut Erfurth, Elisabeth Stepanek, Gottfried
Herbe, Johannes Pump, Ilse Ritter, Jens Loepelmann |
Beschreibung: |
Hamlet, Prinz von Dänemark, empfängt auf der
hohen Schule zu Wittenberg die Nachricht vom plötzlichen Tode des
Königs, seines Vaters. Er eilt nach Hause und kommt gerade recht zur
Hochzeit seiner Mutter mit seinem Oheim Claudius. Dieser plötzliche
Wechsel stimmt ihn nachdenklich. Nachts erscheint ihm seines Vaters Geist,
beschuldigt Oheim und Mutter des Mordes und fordert Hamlet auf, ihn zu
rächen. Um zu erforschen, ob ihn der Geist nicht irregeleitet,
beschließt Hamlet, sich wahnsinnig zu stellen. Er lässt von eben
eintreffenden Schauspielern ein Stück einstudieren, mit dessen
Aufführung er den Oheim-König wie in einer Mausefalle fangen will,
denn der Szenengang ist so, wie der Geist den Vorgang des Mordes ihm
geschildert. Durch den plötzlichen Aufbruch des Königs bei der
verhänglichsten Stelle glaubt Hamlet Gewitzheit erlangt zu haben. Trotzdem
kann sein zögernder Geist sich nicht zur Tatkraft der Rache aufraffen.
Zwar, wenn Worte Dolche wären, so würde er töten. Vergebens
sucht er sich durch philosophische Fragen über Sein oder Nichtsein
über seine Schwäche hinwegzutäuschen. Er wütet mehr gegen
sich selbst und gegen die, die ihm die Liebste ist, die holdselige Ophelia,
Tochter des Kämmerers Polonius. Selbst als er den König allein beim
Gebet antrifft, verpasst er die Gelegenheit der Rache, um im raschen Wechsel
der Stimmung den Horcher im Gemach der Mutter zu töten, der aber nicht der
Rechte ist, denn es war der alte Polonius, den er getroffen. Über Hamlets,
des Geliebten, scheinbaren Wahnsinn und des Vaters Tod wird Ophelia wirklich
wahnsinnig und ertrinkt im Bach. Ihr Bruder Laertes, soeben von einer Reise
nach Frankreich zurückgekehrt, erhebt einen Aufstand, um Vater und
Schwester zu rächen, wird aber von dem König, den er für den
Schuldigen hält, gegen Hamlet gereizt. - Der Prinz ist als gefährlich
nach dem von Dänemark abhängigen England gesandt worden. Schon
unterwegs entdeckt Hamlet, dass ihn in England der Tod erwartet. Er sendet
statt seiner die übereifrigen Höflinge Rosenkranz und
Güldenstern und kehrt nach Helsingör zurück. Am Grabe Ophelias
trifft er mit Laertes zusammen. Den ausbrechenden Streit schlichtet der
König, fordert aber Laertes auf, Hamlet zu ein paar freundschaftlichen
Gängen mit dem Rapier aufzufordern, die Spitze seiner Waffe zu vergiften
und dadurch den Prinzen zu töten. Hamlet wird verwundet, entreißt
Laertes den Degen, durchsticht ihn und den König und stirbt wie diese,
zugleich mit der Mutter, die irrtümlich aus einem vom König für
Hamlet bestimmten Becher vergifteten Wein getrunken. Der durch das Land
marschierende junge Fortinbras von Norwegen macht seine Rechte auf den Thron
geltend und lässt Hamlet mit königlichen Ehren begraben. |