Beschreibung: |
"Wer sieht dem Leben schon freiwillig ins Gesicht?"
fragt Edmund, der jüngste Sohn der Familie Tyrone. Wegsehen ist besser,
darin sind sich die Mitglieder der Familie einig. Leicht ist allerdings auch
das nicht. Also am besten gar nichts sehen, sondern sich etwas vormachen, sich
und den anderen etwas vorspielen. Und das können sie alle: James Tyrone
senior und James junior, der einst erfolgreiche und der gescheiterte
Schauspieler; Edmund, der schreibt, und Mary, die Mutter, die an der Nadel
hängt. Die lange Reise in die Nacht ist eine Reise im Nebel. Innerlich und
äußerlich. Klare Sicht gibt es immer nur für einen Moment, das
Glück nur für kurze Zeit. Ansonsten Gespensterleben: Drogen,
Lüge, Verrat an sich und allem, Verdrängung: die Flucht, weg, ganz
egal wohin. Es sei denn in die Träume, aber die sind nur noch Erinnerung:
"Was das Leben aus uns gemacht hat, dafür kann keiner was." Schonungslos
analysieren sie sich und einander, für Konsequenzen ist es zu spät.
Literatur ersetzt die eigenen Gefühle, und die Zukunft ist die
Vergangenheit. Lachen können sie nur noch über das Leben, ihr Leben,
"über seinen Aberwitz". |