Schauspieler: |
Rosel Zech, Ulrich Wildgruber, Wolfgang Feige,
Gottfried Herbe, Lola Müthel, Hermann Lause, Hans Mahnke, Helmut Erfurth,
Tamara Kafka, Brigitte Janner |
Beschreibung: |
Diese Nervosität bei allen! Diese
Nervosität! Und viel zuviel Liebe ... Der See macht alle
verrückt.» Es ist Sommer. Fern der Hauptstadt hat sich auf dem Land
eine illustre Gesellschaft versammelt. Die Arkadina, eine berühmte
Schauspielerin, ist mit ihrem Geliebten, dem gefeierten Schriftsteller
Trigorin, zu Besuch auf dem Gut ihres Bruders Sorin. Es beginnt mit einer
Theatervorstellung am Seeufer, Arkadinas Sohn Konstantin hat sein eigenes
Stück inszeniert, ein Manifest für ein neues Theater. Das ist sein
Traum. Er will das Theater revolutionieren, wenn er schon die Welt nicht
ändern kann. Er will die Liebe der jungen Nina, die sein Stück
spielt, und die Anerkennung seiner Mutter gewinnen. Die Aufführung des
Stückes wird für Konstantin zum Desaster. In der Niederlage kann ihm
auch seine Mutter keinen Halt geben. Die Arkadina kreist um sich selbst, um die
Angst vor der eigenen Leere und vor dem Absturz, vor dem Verlassenwerden. Ihr
Sohn bleibt ihr unüberwindbar fremd. Auch Nina ersehnt sich eine Karriere
als umschwärmte und erfolgreiche Schauspielerin. Sie verliebt sich in
Trigorin. Doch den verfolgt die Furcht vor künstlerischem Mittelmass und
Routine, seine Abenteuer und die Welt sind ihm nur noch Material für die
nächste Erzählung, den nächsten Erfolg. Nina wird Konstantin
zurücklassen und Trigorin in die Hauptstadt folgen. Die Kette der
verhängnisvollen Sehnsüchte und verborgenen Lieben ist ohne Ende.
Mascha, die Tochter des Gutsverwalters Schamrajew, liebt den unglücklichen
Konstantin. Um ihre unerwiderten Gefühle zu töten, heiratet sie
Medwedenko, einen deprimierten Lehrer. Der liebt sie, auch wenn sie ihn
dafür verachtet. Ihre Mutter Polina schwärmt seit Jahren heimlich
für den Landarzt Dorn. Sie möchte mit dem verblühenden
Frauenheld ein neues Leben beginnen. Doch sanft und müde will der einen
Lebensabend ohne Aufregung und neue Bindungen. Zufrieden scheint nur
Schamrajew, der Verwalter, zu sein, er liebt die Kunst nur von ferne, als
Zuschauer. Und er liebt das Geld. Er ist die Zukunft. Es ist Herbst. Jahre
später. Ein letztes Mal treffen Nina und Konstantin aufeinander. Ninas
Karriere als Schauspielerin ist gescheitert. Trigorin hat sie benutzt und
verlassen. Die Arkadina hat ihn sich zurückgeholt. Doch noch immer
verzehrt sich Nina nur nach ihm. Konstantin sieht all seine Träume und
Hoffnungen endgültig zerstört und erschiesst sich. Alle sehnen sich
nach Liebe und Anerkennung. Aber sie können einander nicht helfen. Die
Alten müssen verteidigen, was sie haben, die Jungen können, was sie
sich erträumen, nicht erlangen. |