Schauspieler: |
Rosel Zech, Adalbert Stamborski, Helmut Ebbs, Dorothea
Walda, Elisabeth Opitz, Claus Ebert, Astrid Gorvin, Heinz Kilian, Heinz Voss,
Gerd Mayen, Walther Orth, Franz Trager, E. Böhlke, R. Zimmerling, A.
Hausch, M. Kusztrich, Maria Krasna, Claudia Lobe, H. Günther, Roland
Kenda, Peer Brensing, Siegfried Puhl, Dieter Traier, Kurt Weinzierl, Claus
Eberth, Ellen Rathsack, Christoph Hofrichter, Michael Röder u.a. |
Beschreibung: |
In einem zerstörten kaukasischen Dorf findet ein
Streitgespräch zwischen zwei Parteien statt, in dem es um die Rechte an
einem Tal geht. Der Kolchos "Galinsk" besass es schon seit langer Zeit und hat
das Gesetz auf seiner Seite. Er musste jedoch im Krieg das Land aus
Sicherheitsgründen verlassen. Der Kolchos "Rosa Luxemburg" kümmerte
sich während des Krieges darum und verteidigte es und konnte es auch
besser verwerten. Nach der friedlichen Einigung erscheint ein Sänger und
führt mit den Leuten vom Kolchos "Rosa Luxemburg" ein Theaterstück
namens "Der Kreidekreis" auf: In alter, blutiger Zeit werden nach dem Sturz des
Grossfürsten alle Gouverneure Grusiniens hingerichtet, darunter Georgi
Abaschwili. Seine verwöhnte Frau Natella kann mit ihren Kleidern
entfliehen, lässt aber ihr Kind zurück, das gleich darauf von den
neuen Machthabern gesucht wird. Die Magd Grusche nimmt es auf und bringt es
durch alle Gefahren unter vielen Opfern in Sicherheit, wobei sie es liebgewinnt
wie ein eigenes. Bevor sie mit ihm aus der Stadt flieht, verlobt sie sich mit
dem Soldaten Simon Chachava, der nun auch in den Krieg hineingezogen wird und
kämpfen muss. Auf ihrer Flucht nimmt Grusche viele Mühen und
Strapazen auf sich, sodass es Michel an nichts fehlt: Sie kauft Milch,
kümmert sich um eine Bleibe in der Nacht und versteckt ihn vor feindlichen
Soldaten. Nach einiger Zeit erreicht sie, schon krank und schwach, des Hof
ihres Bruders Lavrenti Vachnadze, wo sie sich langsam erholt und längere
Zeit bleibt. Um dem Bruder (und vor allem dessen herrischer Frau) nicht dauernd
zur Last zu fallen, heiratet sie einen sterbenden Bauer, der jedoch wider
Erwarten rasch gesund wird. Der behandelt sie tyrannisch, doch kann sie nichts
machen, ist sie doch verheiratet mit ihm. Eines Tages trifft sie Simon, ihren
Verlobten, doch als dieser von Ehemann und Kind erfährt, verschwindet er
wieder, ohne dass Grusche Zeit findet, ihm alles zu erklären. Gleichzeitig
bringen Soldaten Michel weg, die um seine wahre Identität Bescheid wissen.
Der Angriff der Perser doch noch abgewehrt werden, die alten Fürsten
kehren zurück; die Palastwache wechselt die Seite erneut. Vor einem
Gericht klagt Natella Abaschwili, die Gouverneursfrau, Grusche der
Entführung Michels an. Sie braucht den Kleinen, um ihre Ansprüche auf
das grosse Erbe geltend machen zu können. Doch die Palastwache hatte zur
Zeit der politischen Wirren den Dorfschreiber Azdak zum Richter gemacht, und
Azdak behielt das Amt auch nach der Rückkehr der Fürsten, weil er
einst einem von ihnen das Leben gerettet hatte. Während des Prozesses
gelingt es dem Richter nicht, Klarheit über die wahre Mutter Michels zu
erlangen. Er beschliesst, die berühmte Probe mit dem Kreidekreis
durchzuführen: Die Kontrahenten stellen sich in den Kreis und ergreifen je
eine Hand des Kindes. Die richtige Mutter soll dabei die Kraft haben, das Kind
herauszuziehen. Natella Abaschwili geht zweimal als Siegerin hervor, da Grusche
Michael nicht verletzen will und ihn loslässt. Daraufhin wird der kleine
ihr zugesprochen, da Azdak nur Grusche mütterliche Liebe zuerkennt (vgl.
das Urteil von Salomo im Alten Testament). Azdak scheidet auch gleich noch die
Ehe Grusches mit dem tyrannischen Bauern und macht so den Weg frei für die
Vermählung mit Simon, der inzwischen die ganze Wahrheit erfahren hat. |